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27 Apr' 18

Das Manifest einer Grafikerin

Interview Grafikdesignerin bei artViper Sonja Lauterbach

Interview mit der Grafikdesignerin der artViper Werbeagentur: Sonja Lauterbach

 

„Wer auf andere wirken will, muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“
– Kurt Tucholsky

 

Nach diesem Zitat arbeitet und lebt das Team der artViper Werbeagentur. Denn die Aufgabe der Grafikabteilung von artViper besteht darin, Unternehmen optisch strahlen zu lassen und perfekt in Szene zu setzen. Daher werden Grafikdesigns für Kunden in höchster Qualität und Individualität kreiert. Designs, die zum Unternehmen passen – wie die Faust aufs Auge. Dazu braucht es neben Erfahrung und Knowhow auch viel Gespür, Fingerspitzengefühl sowie Leidenschaft für Formen und Farben und natürlich ein ganz kreatives Köpfchen. Das alles finden Firmen in der Grafikdesignerin, Sonja Lauterbach.
 

Aber wie arbeitet eigentlich eine Grafikerin? Woher kommen ihre Ideen und wie kommt man zu diesem Beruf? Wir haben Sonja mal für Euch „ausgequetscht“:
 

Hey Sonja! Schön, dass Du Dir Zeit genommen hast, Einblicke in Deinen Beruf als Grafikdesignerin zu geben.

Hi, na logo! Ich freue mich über meinen Job und meine Leidenschaft erzählen zu dürfen.
 

Wenn ich Dir hier so gegenübersitze und mich auf Deinem Arbeitsplatz umsehe, haut es mich ja fast vom Stuhl, so aufgeräumt und ordentlich wie es bei Dir ist. Man könnte sagen, schon allein Dein Schreibtisch ist ein Designkunstwerk, haha 😊

Najaaaa also zu meinem Schreibtisch.. hmm, soll ich ehrlich sein?! Das ist nur jetzt für das Interview so. 😊 Nein, aber ernsthaft: so sieht es nur aus, wenn ich früh in die Agentur komme und sie abends wieder verlasse. Zwischendrin herrscht „kreatives Chaos“. Das liegt daran, dass ich meine Arbeit fresh und clean starte und auch so beende. Wenn dann die Ideen sprudeln und ich mich im „Kreativrausch“, wie ich es gerne nenne, befinde, dann kann´s schon mal wild aussehen, hihi.
 

Haha, herrlich! Kommen wir nun zu Deinem Beruf: Was sind Deine täglichen Aufgaben?

Zu meinen Aufgaben gehört das Erstellen von allen möglichen Grafiken – Web und Print. Beispielweise mache ich sogenannte SEA-Banner. Das sind diese Werbebanner, die auf vielen Internetseiten zu finden sind. Auch erstelle ich für einige unserer Kunden Grafiken für Facebook-Posts. Natürlich widme ich mich auch den klassischen Printmedien wie Broschüren, Rollup-Banner, Flyern, Geschäftsausstattung, und so weiter.
 

Was machst du am Liebsten? Und warum?

Mein Steckenpferd ist die Logogestaltung. Oft kommen Firmen zu uns, die ein neues Erscheinungsbild für ihr Unternehmen benötigen. Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen:
 

Zuerst schaue ich mir das Unternehmen an. Was ist deren Aufgabe? Verkaufen sie ein Produkt oder bieten sie eine Dienstleistung an? Wie ist die Philosophie? Welcher Gedanke soll transportiert werden? Wer soll angesprochen werden? Das sind alles Fragen, die ich mir vorher stelle und beantworte.
 

Und dann geht’s los – mit Bleistift und Papier. Die ersten Scribbles (Entwürfe) von Logos sind mir sehr wichtig. Gleich am Computer starten ist gar nicht mein Ding! Wenn ich dann einige Favoriten habe, scanne ich sie meist ein und setzte sie diese am PC digital um.
 

Zum Logodesign gehört dann natürlich auch das Corporate Design einer Firma. Dazu zählt die Geschäftsausstattung, Webseite, Social-Media-Grafiken und sonstige Werbemittel. Diese werden sozusagen um das Logo herum gebaut. So erhält man letztendlich ein einheitliches Gesamtbild des Unternehmens.
 

Sorry für die ausschweifende Antwort. Man merkt hier einfach, dass ich das super gerne mache. 😉
 

Oh ja, das merkt man tatsächlich. Toll! Wie bist Du denn eigentlich auf diesen Beruf gekommen?

Schon als Kind interessierte ich mich für schöne Dinge. In meiner Freizeit habe ich oft gezeichnet, gemalt und gebastelt.
 

Ich weiß noch ganz genau, dass ich damals vom Etikett der Bad-Brambacher-Flaschen total fasziniert war. Diese hatten so eine Art Fenster durch das man auf eine Landschaft geschaut hat. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere. Ab diesen Zeitpunkt dachte ich mir „Sowas will ich auch mal machen!“. Und so gings eigentlich los.
 

Ich machte ein paar Praktika in Werbeagenturen. Nach der Realschule entschied ich mich für den Gestaltungszweig in der Fachoberschule. Hier vertiefte ich meine Kenntnisse zu Form, Farbe und Gestaltungsgrundsätzen. Anschließend entschied ich mich für eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital und Print – Visualisierung und Konzeption.
 

Und heute kann ich mein Erlerntes bei artViper umsetzen.
 

Also wurde Dir die kreative Ader quasi schon in die Wiege gelegt. Schön, wenn man von klein auf sein Talent schon entdeckt und es dann weiter ausbaut.

Ja, anscheinend. Darüber bin ich auch sehr stolz, dass ich meiner Leidenschaft gefolgt und meinen Weg konsequent gegangen bin.
 

Mit welchen Programmen arbeitest Du?

Meine Handwerkszeuge sind ganz klassisch die Programme von Adobe: Phtoshop, InDesign und Illustrator. Aber ich arbeite auch oft noch mit Papier und Bleistift für Skizzen und Entwürfe.
 

Woher holst Du dir eigentlich Deine Inspiration?

Oft schaue ich auf Pinterest nach neuen Ideen. Hier gibt es wirklich zu jedem Thema tolle Sachen. Auch sind Werbekampagnen von großen Agenturen hilfreich. Auf den Seiten wie „PAGE“, „Design Made In Germany“, „From up North“ und „Logopond“ finde ich Inspiration.
 

Immer wieder freue ich mich aber auch über tolle Werbung, wenn ich durch die Stadt laufe. Da fotografiere schon mal ein cooles Plakat oder eine Speisekarte ab. Das ist immer ein Highlight für mich. Gute Werbung gibt es leider viel zu selten. Manchmal kann das zwar etwas lästig für meine Familie und Freunde sein, die mit mir unterwegs sind. Aber da hat glaub ich jeder so seine „Berufskrankheit“. 😉
 

Wem würdest Du diesen Beruf empfehlen?

All denjenigen, die Spaß an Design haben und kein Problem haben Stunden vorm PC zu verbringen. Leute die gerne zeichnen, dekorieren oder sich sonst irgendwie kreativ verwirklichen. Man sollte auf jeden Fall Gefallen an Werbung finden und ein Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen haben. Aber am Besten findet man seine Leidenschaft für diesen Beruf durch praktische Erfahrung heraus.
 

Liebe Sonja, ganz lieben Dank für Dein Interview! Man merkt, wie viel Lebensfreude und Ideenreichtum in Dir steckt. Eine ganz tolle Geschichte und ein schöner Werdegang: vom kleinen mal- und bastelbegeisterten „Bad-Brambacher-Mädl“ 😉 zur erfahrenen, professionellen und leidenschaftlichen Grafikdesignerin bei der artViper Werbeagentur. 😊

Wie dürfen wir Ihr Unternehmen unterstützen?

Wir beraten Sie gerne persönlich unter 0961 470 30 661.